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Hohe Hacken auf neuem Pflaster in der Bönnigheimer Innenstadt

Drei Tage lang fließt nicht nur der Wein in Strömen in der Bönnigheimer Innenstadt und im Schlosshof beim Weinfestival. An gemeinsamer Gaudi fehlt es nicht, zum Beispiel beim ersten Stöcklschuhrennen am Sonntag im Städtle.

Quelle: Bönnigheimer Zeitung 12.09.2016 Text: Susanne Yvette Walter, Bilder: Martin Kalb

 

Das Weinfestival machte Bönnigheim am Wochenende schon zum Ziel vieler Weinfreunde aus der Region, die sich gern auf dem Klangteppich verschiedener Bands gut unterhalten. Einmalig und zum ersten Mal in diesem Rahmen: das erste Stöckelschuhrennen in der Innenstadt bei der Ratsapotheke.

Musik und Wein gelten als glückliche Verbindung. Dafür, dass die Stimmung in Bönnigheim bei ohnehin hitzigen Temperaturen so richtig zum Kochen kommt, sorgten an allen drei Festivaltagen verschiedene Bands wie zum Beispiel das Trio „Die 3 Richtigen“, das mit Gitarre und Quetschkommode durch die Gassen zog, oder das Akustik-Trio und die Band Tough-Wood aus dem Karlsruher Raum.

Der Renner im wahrsten Wortsinn war diesmal das erste Stöckelschuhrennen mit 14 Teilnehmern im Alter von 16 bis 62 Jahren. Die Idee stammt von der Bönnigheimer Denkagentur adpd, von Thilo und Ulrike Staudenrausch, die in der I.G.S und in der Stadtverwaltung Unterstützung fand.

Und wer glaubt, dass sich hier nur die Frauen auf die High Heels trauten, der irrt gewaltig. Teilnehmer Frank Hägebarth aus Kirchheim, 1960 geboren, hatte sich extra weiße Stiefeletten im Cowboy-Stile für diesen Anlass gekauft. „So gut ausgestattet war ich da nicht“, lacht er. „Immer auf den Ballen rennen“ lautet nicht nur seine Devise an diesem Nachmittag. Aus Backnang kamen Mitglieder eines Tanzsportclubs angereist und freuten sich über das Komando „Auf die Stöckel, fertig los.“

Moderator Jürgen Frey hatte sichtlich Spaß an der Sache. Anfangs liefen die Kandidaten in Dreier und Vierer-Gruppen. Die ersten beiden Sieger eines Rennens, das immer Trauben von Zuschauern an der Absperrung begleiteten, kamen weiter. Am Ende lief die jüngste gegen den ältesten Teilnehmer, Sportskanone Reinhard Michelchen aus Freudental, mehrfacher renommierter Laufsieger in verschiedenen Streckenlängen, machte das Rennen auch in Bönnigheim. Zum Schreien sah er aus in roten Pumps mit goldener Perücke und er schrie tatsächlich und riss die Arme hoch, als er als Erster durchs ziel ging. Laura Kurth, die 16-jährige Bönnigheimerin, rannte in Originalpumps ohne Klebestreifen oder Gummiriemen zur Befestigung. Sie kam auf Platz vier. Geburtstagskind Florian Flaig im Pinguin-Kostüm wird von seinem Vater gesponsert, erzählt er. Er landete auf Platz drei und Platz zwei ging ebenfalls an einen Mann, Christof Weis aus Bönnigheim.

Da sage einer, das Beherrschen der High-Heels-Kultur sei reine Frauensache. „Das ist doch mal eine tolle Art ein neues Pflaster einzuweihen“, schmunzelte auch Bürgermeister Kornelius Bamberger mit Blick auf den neuen Straßenbelag.

 

   
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