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Weindorfidylle kommt an

Trotz kritischem, kühl-nassem Wetter strömten die Besucher am Samstagabend zum Weinfestival in den Schlosshof nach Bönnigheim. Die lauschige Atmosphäre gab wohl den Ausschlag.


Text: Bietigheimer Zeitung - SUSANNE YVETTE WALTER vom 15.09.2014

 

 

Die lauschige, ganz besondere Atmosphäre machts: Vor dem grauen Regenhimmel setzen sich die Ketten bunter Glühlampen nur noch besser ab als sonst. Weindorfidylle macht sich breit am Samstagabend im Bönnigheimer Schlosshof. Da bekanntlich aller guten Dinge drei sind, durfte die dritte Auflage des Bönnigheimer Weinfests im Schlosshof einfach nicht ins Wasser fallen.

 

Die Sortenvielfalt lockt, die Geselligkeit auch und das Flair erst recht. "Wir kommen viel lieber hierher und erleben ein persönliches Weindorf, wo man sich frei bewegen und sich ungestört unterhalten kann, als etwa in Heilbronn auf dem Weindorf den Spießrutenlauf durch das Gedränge zu machen", bringt Annemarie Bender aus Kirchheim auf den Punkt, was sie zum Weinfest in den Schlosshof nach Bönnigheim zieht. "Kein Vergleich", gibt Lebensgefährte Gerd Krüger ihr Recht. "Bönnigheim hat hier eine Möglichkeit gesehen und setzt heute einen Gegenakzent zum Weinrummel bei den großen Traditionsfesten."

 

An den Ständen vor dem Schloss ist die Sortenvielfalt groß. Allein die Weingärtner Stromberg-Zabergäu führen um die 40 Sorten, in der Hauptsache Rotwein, aber auch Süffiges an Weißherbst und Weißwein. Dazu kommen die besten Tropfen aus den Kellern der Winzer aus Bönnigheim, Cleebronn-Güglingen, Botenheim, Erligheim und aus der Partnerstadt Rouffach. Drei Tage lang haben Weinfreunde die Möglichkeit, zu testen, was sie sich über den Winter in die Keller legen könnten. Besonders viel Begeisterung kassieren natürlich die Premiumsorten, neue wie bewährte.

 

Dabei kommt der Weißwein in der Kritik besonders gut weg, so scheint es nach Jahren, in denen der Weißherbst in aller Munde war. "Weißwein ist mehr als nur Riesling. Da gibt es tolle Sorten, die die Aromen fruchtig und würzig miteinander verbinden und dabei lieblich und süß sind. Erst jetzt habe ich eine Mischung aus Riesling und Muskat entdeckt, die genau meinem Geschmack entspricht", schwärmt zum Beispiel Renate Wingerer aus Besigheim.

 

Die Interessengemeinschaft der Selbstständigen (IGS) steht hinter dem Weinfestival. Zum guten Wein kommt hier ein buntes Musikprogramm mit wechselnden Bands auf der Bühne im Schlosshof. Den Auftakt macht am Samstagabend das Trio "Touch Wood" aus dem Raum Karlsruhe. Die drei Musiker sind eingefleischte Akustiker. Zur Akustikgitarre kommt das Cajón, die inzwischen so beliebte mexikanische Kartoffelkiste. Mitgebracht haben die drei Vollblutmusiker Cover von Songs, die unvergessen sind, vor allem aus dem Folk-, Country- und Westcoastbereich. "Das passt einfach zu einer Nacht im Freien, auch ohne Lagerfeuer", stellt Besucher Albert Drechsler aus Lauffen fest.

 

Auch beim Gottesdienst am Sonntag hält sich Petrus zurück und schafft gute Rahmenbedingungen für den anschließend geplanten Auftritt von Bönnigheimer Sängern und Musikern. Der Musikverein Stadtkapelle Bönnigheim und der junge Chor "Da Capo" des Gesangsvereins "Concordia" gestalten den Tag später musikalisch weiter. Zuletzt spielt die Band "Dicke Fische".

 

   
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