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JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG, 31. Januar 2013

IGS kritisiert Planung

Tenor bei der Hauptversammlung: Bleichwiesen-Sperrung ist eine Katastrophe.
Frühjahrsmesse und Weihnachtsmarkt kommen, wie das in zweijährigem Turnus organisierte Weinfestival, bei den Besuchern an. Bei der Hauptversammlung der IGS zeigte sich Vorsitzender Reiner Haug mit dem Geleisteten zufrieden.

 

Eigentlich war die Hauptversammlung der Interessengemeinschaft der Selbständigen Bönnigheim (IGS) am Donnerstagabend eine harmonische Angelegenheit, wäre da Bürgermeister Kornelius Bamberger bei seinem Grußwort nicht mit dem Ärger und den Sorgen der Innenstadtbetriebe über die Sperrung der Bleichwiese konfrontiert worden. Rund fünf Monate wird die südliche Hauptstraße nur über Umwege zu erreichen sein. "Sehr unglücklich, die Innenstadt leidet darunter", konstatierte der scheidende stellvertretende IGS-Vorsitzende Wolfgang Schickner und bekam viel Zustimmung der anderen Ladenbetreiber entlang der unteren Hauptstraße. Die Kunden etwa aus Cleebronn müssten mit der sprichwörtlichen Kirche ums Dorf fahren, ergänzte Schickner: "Das tut weh, das ist eine Katastrophe." Eine Lösung hatte Bamberger bei der IGS-Hauptversammlung nicht parat, er konnte nur um Verständnis für die notwendigen Baumaßnahmen auf dem Amann-Areal bitten. Auch durch die Verträge mit den Investoren sei man gezwungen, die Bleichwiese für die Gestaltung des Schlossplatzes jetzt zu sperren, bevor die künftige Querspange durch das Amann-Areal zwischen Burgstraße und Hauptstraße fertig gestellt ist. Mit dem Angebot an den Innenstadt-Ausschuss der IGS gemeinsam nach einer übergangslösung zu suchen, versuchte er die Emotionen zu beruhigen. 

Zuvor konnte IGS-Vorsitzender Haug von einer stabilen Mitglieder Zahl (129) und einer ordentlichen finanziellen Ausstattung seinen Vereins berichten. Auch seine Bilanz über die Frühjahrsmesse mit 51 Ausstellern, dem Weinfestival im September mit acht Weinerzeugern und drei Gastronomen sowie dem Weihnachtsmarkt mit der Rekordbeteiligung von 67 Ständen fiel überaus positiv aus. Dies wurde ihm auch von seinen Mitgliedern bestätigt. "Die Frühjahrsmesse ist eine gelungene Sache, die wir so fortsetzen sollten", merkte Fritz Häußer an. Für Albrecht Hamm von den Weingärtnern Stromberg-Zabergäu hat beim Weinfestival "alles gepasst", denn es sei durchaus positiv, wenn sich die unterschiedlichen Weinerzeuger beim Weinfestival gegenseitig ergänzten. 

Eine Zäsur gab es bei den Vorstandswahlen. Nach exakt 13 Jahren, zehn Monaten und 14 Tagen gab Wolfgang Schickner das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden ab. "Es war eine gute Zusammenarbeit, deshalb hat es auch Spaß gemacht", so Schickner im Rückblick auf seine Amtszeit. Ohne Gegenstimme wählten die IGS-Mitglieder Martin Queißer zu seinem Nachfolger, was diesen zu der augenzwinkernden Bemerkung veranlasste: "Das sind ja fast chinesiche Verhältnisse." Kassiererin Inge Friedl wurde ebenso bestätigt wie die Hauptausschussmitglieder Fritz Graf und Inge Hermann. Neu in das Gremium wurden Anja Schollenberger und Andreas Bechtel gewählt. 

Die Termine für die drei Großveranstaltungen der IGS in diesem Jahr stehen fest: Am Sonntag, 14. April, wird im Industriegebiet die Frühjahrsmesse stattfinden, am 8. und 9. Juni veranstaltet die IGS das Brunnenfest. Wie in der Vergangenheit wird es dabei wieder eine Modenschau geben. "Dies ist ein großer Publikumsmagnet", merkte Haug an. Außerdem ist dabei ein Kunsthandwerkermarkt geplant, und am Samstagabend soll es Livemusik geben. "Wenn die Gema-Gebühren bezahlbar sind. Sonst lassen wir es bleiben", schränkte der IGS-Vorsitzende ein. Am 30. November und 1. Dezember steht der Weihnachtsmarkt auf dem Programm. 

Am Ende der Hauptversammlung wurde dann auch das Lob des Bürgermeisters für die Bönnigheimer Selbstständigen gerne entgegen genommen: "Ich bin dankbar für das Engagement mit den öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen, zu denen viele Gäste auch von außerhalb kommen." Dies tue dem Image der Stadt nach außen sehr gut, so Bamberger.
Quelle: Bönnigheimer Zeitung, 1. Februar 2013, Bericht: JÜRGEN KUNZ, Fotos: JÜRGEN KUNZ, JULIA SPORS
   
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